Bewerbungsfoto - Aufnahme im Fotostudiio©Pexels Tyler Hendy

Das Bewerbungsanschreiben ist fertig, der Lebenslauf perfekt und das Bewerbungsfoto? Da nimmst du eben einfach ein Passfoto, das ist ja immerhin seriös und offiziell. Oder vielleicht besser doch nicht?

Das Bewerbungsfoto ist, genau wie das Bewerbungsschreiben, ausschlaggebend für den Eindruck, den der Personaler beim Sichten der Bewerbung bekommt. Ein ernstes, langweiliges Passfoto ist an dieser Stelle nicht optimal. Wenn du also den Job wirklich willst, ist es wichtig, beim Bewerbungsfoto einige Kriterien zu beachten.

Wie im Vorstellungsgespräch, so ist auch auf dem Bewerbungsfoto Lächeln zu empfehlen. Das heißt nicht, dass du grinsen sollst wie der Joker oder es gut ist, dich verführerisch vor der Kamera zu räkeln – zumindest gilt das für die seriösen Jobs.

Die Bekleidung muss der Stelle entsprechend angepasst sein. Bewirbst du dich um eine Stelle in einer Bank, so ist es angemessen, einen Anzug zu tragen. Als Tierpfleger hingegen reicht ein gepflegter Pullover. Womit der entscheidende Punkt angesprochen ist: Gepflegtheit.

Sowohl deine Kleidung als auch deine Frisur und dein Gesicht sollten möglichst gepflegt wirken. Fettige Haare oder dreckige Klamotten werden bei den meisten Arbeitgebern einen schlechten Eindruck hinterlassen und im Zweifelsfall dazu führen, dass er dich nicht für den Job haben möchte.

Aber auch in die andere Richtung darf je nach Stelle nicht übertrieben werden. Zu extreme Frisuren und zu viel Schmuck oder Schminke wirken ebenfalls unseriös.

Beispiele für angemessene Bekleidung

Bei der Bewerbung zu einer handwerklichen Ausbildung, z. B. als Zimmerer, könntest du dir einen ordentlichen, sauberen Pullover anziehen. Die Haare müssen frisch gewaschen, aber nicht frisch vom Friseur und auch sonst nicht zu aufwändig gestylt sein. Der Charakter, den der Personaler anhand deines Fotos versucht einzuschätzen, muss zum Job passen: relativ einfach, aber sorgfältig.
Mit zurück gegelten Haaren und im Anzug würdest du hier wirken wie ein „Lackaffe“.

Sollte es allerdings um die Bewerbung für einen Bürojob gehen, sieht die Sache schon wieder anders aus. Hier ist ein Anzug zu empfehlen. Piercings solltest du vorsichtshalber herausnehmen und Tattoos verdecken, denn gerade in dieser Branche sind viele Personaler gegenüber Körperschmuck noch sehr intolerant. Als Männern muss der Bart frisch rasiert oder sauber gestutzt sein, als Frau solltest du auf eine „erwachsene“, ordentliche Frisur achten, um ernst genommen zu werden.

Letzten Endes ist natürlich auch die Qualität des Fotos selbst nicht zu vernachlässigen. Auflösung, Bildausschnitt und Größe müssen passend gewählt werden. Besonders bei Online-Bewerbungen solltest du darauf achten.

Abschließend ist es wichtig, dass alle der angeführten Kriterien beachtet werden. Gepflegtheit, Seriosität, Angemessenheit und Qualität.

Wenn du nicht weißt, wo du dein Foto anfertigen lassen sollst, kannst du den Bewerbungsfotonavigator nutzen. Dort sind kompetente Fotografen aufgelistet und verlinkt, die genau wissen, wie ein entsprechendes Bild zu machen ist.

Weitere hilfreiche Tipps zum Bewerbungsfoto bieten die Bewerbungsexperten von „Die Bewerbungsschreiber“.

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*In diesem Artikel verwenden wir aus Gründen der Lesbarkeit und Textfluss die männliche Form von personenbezogenen Hauptwörtern. Dies soll jedoch keineswegs eine Benachteiligung der anderen Geschlechter implizieren. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.