Bewerbung Muster – Psychologischer Psychotherapeut (m/w)

Bewerbungsmuster psychologischer Psychotherapeut / Psychotherapeut

© fotolia – Photographee.eu

1. Info

Die Psychologie ist die Lehre vom menschlichen Verhalten und Erleben auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Einer der berühmtesten Psychologen ist wahrscheinlich Sigmund Freud. Der Begründer der Psychoanalyse hat nicht nur die Psychologie nachweislich geprägt, sondern ihr auch einen Platz in der öffentlichen Wahrnehmung verschafft. Aber auch Ivan Pavlov (Entdecker der klassischen Konditionierung), Jean Piaget (Erforschte als Erstes die kognitive Entwicklung beim Menschen) und Alfred Adler (Begründer der Individualpsychologie), um noch ein paar Weitere zu nennen, haben dazu beigetragen die Psychologie zu einer anerkannten Wissenschaftsdisziplin zu machen. Heute erstreckt sich die Psychologie über die verschiedensten Disziplinen. Von der Entwicklungspsychologie und Sozialpsychologie, über die Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie, hin zur klinischen Psychologie und Wirtschaftspsychologie. Ein psychologischer Psychotherapeut ist dabei im Feld der klinischen Psychologie eingegliedert. Nun stellt sich allerdings die Frage, wie man überhaupt ein Psychotherapeut werden kann? Eine Frage die sich nicht alle Studienanfänger gänzlich zu Beginn stellen. Zu Anfang lautet die Antwort nämlich bei den Meisten: Ich muss Psychologie studieren. Das stimmt schon, allerdings nur zum Teil. Aufgrund dieser Informationslücke finden Sie nachfolgend eine kurze Zusammenfassung, was Sie alles zur Ausbildung als psychologischer Psychotherapeut brauchen und beachten müssen:

2. Voraussetzung

Um eine Approbation als psychologischer Psychotherapeut in Deutschland zu erlangen, müssen Sie einige Jahre Ihres Lebens dafür einplanen. Der Weg führt von einem Psychologie Bachelorstudium (regulär 3 Jahre), über einen Psychologie Masterstudium, mit der Vertiefung klinische Psychologie (regulär 2 Jahre), bis hin zu einer psychotherapeutischen Ausbildung (regulär 3 Jahre).

3. Ausbildung

Ausgehend von einem Bachelor- und Masterstudium, muss ein jeder angehende Psychotherapeut noch eine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeut ablegen. Die Ausbildung kann sowohl Vollzeit, als auch berufsbegleitend absolviert werden. Die Vollzeitausbildung nimmt dabei ca. drei Jahre in Anspruch und die berufsbegleitende Ausbildung ca. fünf Jahre. In dieser dreijährigen oder fünfjährigen Ausbildung lernt der angehende Therapeut eigen-ständig und verantwortlich Diagnosen von Störungen mit Krankheitswert zu tätigen, diese zu therapieren und Maßnahmen zur Rehabilitation anzuwenden. Zudem muss der Auszubilden-de in der Lage seien mögliche Begleiterscheinungen und Folgen einer Störung zu erkennen und diese im Therapieablaufplan mit einzubinden.

Praktischer Abschnitt:

Der praktische Abschnitt dient in der Ausbildung größtenteils zur Selbsterfahrung. Der angehende Psychotherapeut erlernt parallel zu den Vorgehensweisen bei Therapiemaßnahmen den richtigen Umgang mit Patienten. Ein weiterer sehr wichtiger Abschnitt, der zum praktischen Teil dazu gehört, ist das Modul in dem der Auszubildende selbst „auf der Couch“ liegt. Dieses Modul hilft dem Auszubildenden, sich noch besser in den Patienten hineinzuversetzen. Zugleich lernen sie noch dabei, sich von eigenen Konflikten abzugrenzen, um für die Konflikte der Patienten emotional aufnahmefähiger zu sein. Weitere Voraussetzungen sind:

  • mindestens 120 Stunden Selbsterfahrung
  • mindestens 1.200 Stunden praktische Tätigkeit an einer anerkannten psychiatrischen klinischen Einrichtung inklusive Behandlungsbeteiligung bei mindestens 30 Patienten
  • mindestens 600 Stunden praktische Tätigkeit an einer anerkannten klinischen oder ambulanten Einrichtung der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung
  • mindestens 600 Stunden Patientenbehandlung unter Supervision im Rahmen der praktischen Ausbildung
  • mindestens 150 Stunden Supervision, davon mindestens 50 Stunden Einzelsupervision

Theoretischer Abschnitt:

Im theoretischen Abschnitt der Ausbildung wird den angehenden Psychotherapeuten Wissen vermittelt, welches zur Behandlung der Patienten essentiell sind. Zu den Themen in dieser Phase gehören unter anderem:

  • Entwicklungs-, sozial-, persönlichkeits- und neuropsychologische Grundlagen Diagnostik und Differenzialdiagnostik
  • Entwicklungs- und geschlechtsspezifische Aspekte der Persönlichkeit
  • Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse für Psychotherapeuten
  • Dokumentation und Evaluation von psychotherapeutischen Behandlungsverläufen
  • Rahmenbedingungen der Psychotherapie, Behandlungssetting, Einleitung und Beendigung der Behandlung
  • Behandlungskonzepte und -techniken sowie deren Anwendung
  • Krisenintervention
  • Behandlungstechniken bei Kurz- und Langzeittherapie
  • Behandlungsverfahren bei Paaren, Familien und Gruppen

4. Tätigkeitsfelder

Psychologische Psychotherapeuten können ihre Tätigkeit in den verschiedensten Einrichtungen ausüben, z. B.:

  • in psychotherapeutischen Praxen
  • in Krankenhäusern und Kliniken
  • in psychosomatischen Einrichtungen
  • in Erziehungsheimen und Beratungseinrichtungen
  • an Hochschulen
  • bei Organisationen des Gesundheitswesens

5. Schwerpunkte/Weiterbildungen

In der Ausbildung können die angehenden Therapeuten zwischen folgenden Vertiefungen wählen:

  • Verhaltenstherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Allerdings können diese Schwerpunkte der psychotherapeutischen Behandlung auch nach der Ausbildung, über Weiterbildungen, zusätzlich vertieft werden.

6. Vergütung

Innerhalb der Ausbildung sind Sie an einer entsprechenden Einrichtung (Krankenhaus, Klinik, Hochschule) angestellt. Auf Grund der Tatsache, dass Sie aber noch kein vollständig ausgebildeter Psychotherapeut sind, erhalten Sie nur ein Ausbildungsgehalt. Hinzu kommt, dass für die Ausbildung die jeweilige Institution mehrere tausend Euro verlangt. Deshalb ist es in den meisten Fällen leider die Regel, dass sich die angehenden Therapeuten neben der Ausbildung meist eine Zweitanstellung suchen.

Das Bewerbungsmuster gibt es hier zum kostenlosen Download:

Bewerbungsmuster Psychotherapeut

Anschreiben zum psychologischen Psychotherapeuten

 

 

 

 

 

 

Achtung: Du darfst dieses Muster nicht einfach abschreiben und abschicken! Dann wird deine Bewerbung sofort in den Müll geschmissen. Das Muster solltest du nur als Vorlage benutzen. Die Bewerbung musst du trotzdem selbst schreiben. Du kannst sie aber auch schreiben lassen. So bekommst du das beste Ergebnis mit minimalem Aufwand!

VN:F [1.9.16_1159]
Fanden Sie diese Informationen hilfreich?
Rating: 0.0/10 (0 Bewertungen cast)

Kommentare sind geschlossen.

Zurück ↑