Vorstellungsgespräch 10 Tipps für die richtige Körpersprache im Bewerbungsgespräch, Mann mit verschränkten Armen

Veröffentlicht am September 19th, 2013 | von Fabian

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10 Tipps für die richtige Körpersprache im Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespräch

© Adam Gregor – Fotolia.com

Wissenschaftliche Studien besagen, dass nur etwa 7% des hinterlassenen Eindrucks auf das Gesagte zurückgehen. Die anderen 93% werden demnach über die Körpersprache vermittelt. Mit der Körpersprache kann man somit wesentlich mehr beeindrucken als mit eigentlichen Taten oder Worten. Dies sollte man auch im Hinterkopf behalten, wenn man nach erfolgreicher Bewerbung zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird. Im Nachfolgenden gibt es 10 Tipps und Tricks, wie man auch in einer unangenehmen Situation, wie einem Vorstellungsgespräch, mit seiner Körpersprache überzeugen kann.

  1. Gerade sitzen, aber doch eine entspannte Körperhaltung einnehmen
    Eine aufrechte Haltung übermittelt dem Gesprächspartner Selbstbewusstsein und innere Stärke. Der Gang ist oft das Erste, was ein Personaler von dem Bewerber sieht, daher sollte dieser aufrecht und nicht schlurfend sein, um schon einen selbstbewussten und positiven ersten Eindruck zu hinterlassen. Aber Vorsicht, aufrecht heißt nicht verkrampft. Eine verkrampfte Körperhaltung bringt die innere Nervosität ans Tageslicht und vermittelt schnell Schüchternheit und Schwäche. Um die Verkrampfung etwas zu lösen, kann es hilfreich sein, sich ab und zu etwas zu bewegen.
  2. Warten, bis einem die Hand gereicht wird
    Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass stets die Person, die die höhere Position besitzt, die Hand anbietet. In einem Vorstellungsgespräch ist man als Bewerber ganz klar derjenige, der sich unterordnen sollte. Läuft man sofort mit ausgestreckter Hand auf den Personaler zu, so erweckt dies schnell den Eindruck der Aufdringlichkeit und kann zu einem eher negativen ersten Eindruck führen.
  3. Gestikulation nur sparsam einsetzen
    Gestikulationen können das Gesagte unterstreichen. Gleichzeitig kann man mit leichter Gestikulation die Frage klären, was man mit seinen Händen macht. Ein absolutes No-Go bei Bewerbungsgesprächen ist es, die Hände in die Hosentasche zu stecken, da dies Desinteresse und Ablehnung vermittelt. Gestikulieren kann also helfen, seine Aussagen zu unterstützen, doch sollte man es nicht übertreiben. Zu viel Gestik kann wirken wie eine Drohgebärde und das sollte man möglichst vermeiden.
  4. Nie mit dem ausgestreckten Zeigefinger gestikulieren!
    Schon als kleines Kind bekam man von Mutti gesagt: „Du sollst nicht mit nacktem Finger auf angezogene Leute zeigen!“. Der Ursprung dieser Regel liegt in der Antike. Damals symbolisierte die Berührung mit dem Zeigefinger die Kraftübertragung. Weiterhin hieß es, dass wenn man auf eine leidende oder kranke Person zeige, sich das Leid auf einen selbst übertragen würde. Aus Angst vor dem sich übertragenden Leid galt es als Tabu, den Zeigefinger auf andere Personen zu richten. Den Kindern wurde damals beigebracht, dass sie mit dem ausgestreckten Zeigefinger Engel erstächen. Dieser Mythos hat sich bis heute hartnäckig gehalten und kann vom Gegenüber schnell als eine Art Drohung aufgefasst werden.
  5. „Unsicherheitsgesten“ vermeiden
    Klar ist man während eines Bewerbungsgespräches nervös, doch sollte man dies nicht unbedingt zeigen. Unsicherheitsgesten, wie Knibbeln, am Schmuck rumspielen oder das sich dauernde Kratzen sollten von daher vermeiden werden.
  6. Mimik einsetzen
    Die Mimik während des Sprechens wirkt ähnlich wie die Gestik. Es unterstreicht das Gesagte und bringt den Zuhörer dazu, dem Sprecher zu folgen. Man sollte jedoch auch verstärkt auf seine Mimik achten, wenn der Gegenübersitzende spricht. Erzählt zum Beispiel der zukünftige Chef gerade etwas über die Inhalte der Ausbildung und schaut dabei in ein ausdrucksloses Gesicht, so übermittelt man damit absolutes Desinteresse. Wenn man jedoch während des Zuhörens freundlich anstatt grimmig schaut und zwischendurch auch einmal ein Lächeln aufsetzt, vermittelt man Interesse und Freundlichkeit.
  7. Blickkontakt halten
    Jeder kennt das aus der Schule: Man liest etwas vor oder steht vor der gesamten Klasse, um ein Referat zu halten und keiner schaut einen an. Einen selbst schüchtert das entweder ein oder man verliert schlichtweg die Lust am reden. Genauso läuft das auch in einem Bewerbungsgespräch. Nehmen wir  das Beispiel des zukünftigen Chefs, der über die Ausbildungsinhalte berichtet. Sieht dieser, dass man während der gesamten Zeit im Raum herumschaut oder den Blick starr nach unten hält, so kann man davon ausgehen, dass dieses Gespräch relativ schnell beendet sein wird. Hält man jedoch Blickkontakt mit dem Gegenüber, so wirkt das gleich viel interessierter und freundlicher.
  8. Den Oberkörper leicht nach vorne beugen
    Die leichte Beugung nach vorne wirkt auf den Gesprächspartner offen und aufnahmewillig. Das Beugen des Oberkörpers nach hinten vermittelt dagegen Desinteresse und Ablehnung gegenüber dem Gesagten. Die zeigt, wie schon ein kleines Detail die gesamte Körpersprache verändern kann.
  9. Nicht die Arme verschränken
    Die vor der Brust verschränkten Arme signalisieren Ablehnung und Abwehr. Menschen verschränken die Arme, wenn sie sich selbst schützen wollen (wenn es zum Beispiel kalt ist) oder wenn sie sich durch den Gegenüber ungerecht behandelt fühlen und ihn so ablehnen.
  10. Lächeln!
    Wer unterhält sich schon nicht viel lieber mit jemandem, der einem die ganze Zeit mit einem strahlenden Lächeln begegnet? Ein einfachesLächeln übermittelt Freundlichkeit, Wohlergehen und Zufriedenheit und steckt oft auch den Gesprächspartner mit guter Laune an. Mit einem einzigen Lächeln kann man ein ganzes Gespräch viel entspannter werden lassen. Es gibt jedoch Momente, wo das gar nicht so einfach ist. Wenn man sich etwa unwohl fühlt oder nervös ist, so kann ein Lächeln schnell aufgesetzt und unecht wirken. Um das zu vermeiden, hilft es, sich einen positiven Gedanken suchen, wie etwa der bevorstehende neue Beruf oder das baldige Ende des Bewerbungsgespräches. Es gibt sogar Studien, die beweisen, dass ein kleines Lächeln gleich die ganze Laune positiv beeinflussen kann. Also immer schön lächeln!

Wenn Sie also diese 10 Tipps und Tricks während des Vorstellungsgesprächs beachten, dann haben Sie die 93% des guten ersten Eindrucks schon einmal souverän in der Tasche. Von der Begrüßung bis zur Verabschiedung ist oft nur wenig Zeit, sich wirklich zu behaupten, doch mit den richtigen Signalen wird Ihnen der potenzielle Arbeitgeber mit hoher Wahrscheinlichkeit den Job in seinem Unternehmen mit einem Lächeln auf dem Gesicht anbieten.

 

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