Vorstellungsgespräch Daumen hoch

Veröffentlicht am April 20th, 2016 | von Fabian

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6 psychologische Tricks im Vorstellungsgespräch

Um die Erfolgschancen Ihres Bewerbungsgesprächs zu erhöhen, können Sie auf psychologische Tricks zurückgreifen, die den Personaler unbewusst beeinflussen. Wie Sie solche Tricks am besten einsetzen ohne aufzufallen und welche Wirkung Sie mit Ihnen erzeugen? Hier gibt es die Antwort der Psychologie auf all Ihre Fragen!

Der Personaler ist auch nur ein Mensch und Menschen sind bis zu einem bestimmten Grad bezüglich der Wahrnehmung und Interpretation von Fakten und Eindrücken beeinflussbar. Diese Erkenntnis der Psychologie können Sie gut für ein anstehendes Vorstellungsgespräch nach einer erfolgreichen Bewerbung nutzen – nehmen Sie sich folgende Tipps und Tricks zu Herzen:

1. Das Prinzip der Ähnlichkeit

Dabei interagieren mehrere Effekte. Der Chamäleon Effekt bedeutet das Spiegeln und Imitieren der Verhaltensweisen, Sprache, Mimik, Gestik etc. des

Chamäleon

madfab – pexels.com

Personalers im Vorstellungsgespräch und führt dazu, dass Ihr Gegenüber Sie als Bewerber sympathischer findet. Achten Sie beispielsweise darauf, wie viel der Personaler lächelt, wie laut sowie in welcher Geschwindigkeit er spricht. Nutzen Sie zudem vor dem Bewerbungsgespräch den Propinquity Effect. Dieser besagt, dass wir jemanden sympathischer empfinden, je öfter wir diese Person gesehen oder mit ihr interagiert haben. Geben Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zum Beispiel statt per Mail persönlich bei Ihrem Ansprechpartner beziehungsweise neuen Arbeitgeber ab. Dann hat dieser direkt einen (positiven) ersten Eindruck von Ihnen für den potentiellen Job.

2. Priming

Priming bezeichnet die unterschwellige Aktivierung von Assoziationen und einen sanften verbalen Druck, dass der Personaler in eine bestimmte Richtung über Sie als Bewerber denkt. Verwenden Sie beispielsweise viele positive, mit Erfolg assoziierbare Adjektive in Ihren Aussagen und Fragen. So werden die hervorgerufenen Assoziationen positiv auf Sie als Bewerber abfärben. Das Prinzip des Priming können Sie vor dem Vorstellungsgespräch auch gut bei sich selbst anwenden, um eine positive Einstellung zu erzeugen. Dazu folgende Tipps:

      • Fragen Sie sich nicht, ob Sie Ihren neuen Arbeitgeber eventuell überzeugen können, sondern sagen Sie sich „Ich schaffe das!“
      • Lächeln Sie vor dem Bewerbungsgespräch viel, das entspannt Ihre Gesichtsmuskeln und färbt sich positiv auf Ihre Stimmung ab.
      • Achten Sie auf eine offene Körperhaltung. Arme verschränken und Beine übereinanderschlagen ist genau das Falsche.

 

3. Der Personaler ist Ihnen sympathisch!

Lächeln

Lesly B. Juarez – stocksnap.io

Da wir Menschen uns eher von Personen beeinflussen lassen, die uns sympathisch sind, sollten Sie beim Personaler für Ihren neuen Job unbedingt einen Eindruck als sympathischen Bewerber hinterlassen. Dies funktioniert am besten mit der „Self fulfilling prophecy“. Diese selbsterfüllende Prophezeiung besagt, dass ein erwartetes Verhalten einer anderen Person durch eigenes Verhalten herbeigeführt wird. So können Sie durch Ihr Verhalten im Vorstellungsgespräch das Verhalten des Personalers beeinflussen. Gehen Sie deshalb mit der Einstellung ins Bewerbungsgespräch, dass Ihnen Ihr Gegenüber sehr sympathisch ist. So steigt die Chance, dass der Personaler Sie ebenfalls als sympathisch und geeignet für den neuen Job empfindet. Durch die positive Erwartung an Sie selbst und an das Gespräch können Sie Ihre Erfolgschancen nach einer bereits gelungenen Bewerbung verbessern.

4. Beantworten Sie im Vorstellungsgespräch innerlich die Frage, welche Augenfarbe der Personaler hat.

Das ist natürlich nur Mittel zum Zweck. Durch diesen intensiven Augenkontakt im Vorstellungsgespräch signalisieren Sie Interesse und Selbstsicherheit. Besonderen Wert sollten Sie zudem auf den ersten, absolut wichtigen Moment Ihres Bewerbungsgesprächs legen. Denn gerade für den ersten persönlichen Eindruck nach Ihrer bereits erfolgreichen Bewerbung haben Sie keine zweite Chance. Der Personaler wird sich schon nach den ersten Sekunden einen Eindruck von Ihnen gemacht haben, sodass Sie ihm entweder als angenehmen oder unangenehmen Bewerber erscheinen. Dieser Moment ist zudem so dominant, dass andere Eigenschaften von Ihnen nicht gesehen oder übersehen werden. Deshalb unser Tipp: Konzentrieren Sie sich bei der Begrüßung auf Ihre Körperhaltung, auf ein sympathisches Lächeln sowie einen festen Händedruck.

5. Halo- Effekt

Stellen Sie sich im Vorstellungsgespräch einen Heiligenschein (engl. = halo) über Ihrem Kopf vor. Dieser wird alle anderen Charaktereigenschaften von Ihnen im positiven Sinne überstrahlen, sodass der Personaler von bereits bekannten Merkmalen auf ihm unbekannte Merkmale von Ihnen schließen wird. Das Merkmal „Heiligenschein“ überstrahlt also alle anderen Merkmale. Achten Sie im Vorstellungsgespräch besonders auf ein gepflegtes Äußeres und eine positive Körpersprache. Dies kann den Personaler beispielsweise dazu veranlassen, Sie als kompetenten und selbstbewussten Bewerber einzuschätzen.

6. Primacy- Recency-Effekt

Der Primacy-Effekt betrifft das Langzeitgedächtnis und besagt, dass zuerst genannte Antworten besser erinnert werden und einen größeren Einfluss auf die Einstellung haben als später eingehende Informationen. Der Recency-Effekt hingegen betrifft das Kurzzeitgedächtnis und besagt, dass ein Thema vom Ende eines Ereignisses ebenso besser erinnert wird als ein solches, das während des Ereignisses angesprochen wird. Für Sie als Bewerber heißt das, dass Sie in sowohl der ersten als auch der letzten Phase des Vorstellungsgesprächs diese Erkenntnis dahingehend nutzen, dass Sie wichtige Informationen nennen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Daumen hoch

Piotr Łohunko – pexels.com

Mit diesen einfach umsetzbaren Tricks der Psychologie können Sie den Personaler beziehungsweise Ihren neuen Arbeitgeber nach der erfolgreichen Bewerbung in Ihrem Vorstellungsgespräch unbewusst zu Ihren Gunsten beeinflussen. Beachten Sie jedoch, dass Ihre unterschwellige Manipulation auch unterschwellig bleibt, diese zu Ihrem natürlichen Verhalten passt und Sie trotzdem vor allem inhaltlich glänzen. Denken Sie immer daran, dass Ihre Gestik, Mimik sowie Körperhaltung ein Spiegelbild Ihres Selbst sind, das den neuen Arbeitgeber ja dazu überzeugen soll, dass Sie den perfekten Bewerber für den neuen Job darstellen.
Falls Ihr Gegenüber Ihnen unangenehme Fragen stellt oder ein schwieriges Thema anspricht, so antworten Sie stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Denn dieses Lächeln wird sich auf den Personaler abfärben – er kann dann gar nicht anders, als Sie ebenfalls sympathisch zu finden.

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