Beruf & Karriere Probearbeitstag

Veröffentlicht am Mai 6th, 2015 | von Fabian

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Probearbeitstag erfolgreich meistern – Tipps & Tricks

Juhu, die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch verliefen erfolgreich! Doch statt einer direkten Zusage folgt oft eine Einladung zu einem Probearbeitstag. Panik! Wie Sie sich optimal vorbereiten und das Beste aus dem Probearbeitstag rausholen können, erfahren Sie anhand von Tipps in diesem Artikel.

Beim Probearbeitstage müssen Sie sich durch das Bearbeiten von verschiedenen Aufgaben im Betrieb einen Tag lang in Ihrem potenziellen Job beweisen. Eine Einladung zum Probearbeiten löst oft Panik aus, da Probearbeiten oft als weitere, stressige Hürde gesehen wird. Schließlich müssen Sie beim Probearbeiten nicht wie im Vorstellungsgespräch nur erzählen, was Sie können, sondern Ihr Können auch unter Beweis stellen.

Probearbeiten als Chance

Letztendlich bietet ein Probearbeitstag aber viele Vorteile – auch für Sie. Eine Einladung zum Probearbeiten ist keine Hürde, sondern eine Chance. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Fähigkeiten zu demonstrieren und erhalten einen realistischen Einblick in die Firma und Ihre zukünftigen Tätigkeiten.

Ein Blick hinter die Kulissen – will ich überhaupt hierhin?

Ein Probearbeitstag lässt Sie einen Tag lang genau hinter die Kulissen des Betriebs gucken. Auf diese Weise können Sie beispielsweise auch feststellen, dass ein schlechtes Arbeitsklima herrscht, die Kollegen unfreundlich sind oder die Tätigkeiten nicht Ihren Vorstellungen entsprechen. Nutzen Sie also das Probearbeiten neben dem Beeindrucken des Chefs auch, um bei einigen Aspekten genau hinzugucken und versuchen Sie sich die folgenden Fragen zu beantworten:

– Wie ist das Arbeitsklima?
– Wie ist das Verhältnis zwischen den Kollegen?
– Was für ein Umgangston herrscht zwischen den Mitarbeitern und der Führungsperson?
– Sind die Mitarbeiter gestresst oder gar gelangweilt?

Sollte Ihnen das Probearbeiten gefallen haben und Ihnen der Job angeboten werden, haben Sie sogar quasi schon den ersten Arbeitstag hinter sich und wissen, wer und was Sie erwartet. Sie müssen die Katze nicht mehr im Sack kaufen.

Mit Können – nicht mit Geschwafel, glänzen

Neben den gesammelten Eindrücken über das Unternehmen bietet Ihnen das Probearbeiten die Möglichkeit, mit Ihren Fähigkeiten zu glänzen. Sie können sich im Vorstellungsgespräch nicht so gut wie andere Bewerber verkaufen, haben es aber eigentlich auf dem Kasten? Dann ist das Probearbeiten die perfekte Gelegenheit zu zeigen, was wirklich in Ihnen steckt. Blender werden hier nämlich entlarvt.

Die optimale Vorbereitung

© vege - Fotolia.com

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Genauso wie beim Vorstellungsgespräch ist auch beim Probearbeiten die richtige Vorbereitung das A und Ound bereits die halbe Miete. Ihr Chef wird Ihnen schnell anmerken, dass Sie unvorbereitet sind. Das lässt Sie schnell unprofessionell, aber auch desinteressiert wirken.

Richtig informieren

Informieren Sie sich vorab detailliert über das Unternehmen und bereiten sich auf die möglichen Aufgabenstellungen vor. Recherchieren Sie so gut es geht, um nicht ständig nachfragen zu müssen. Mit Unternehmenswissen können Sie punkten. Das vermittelt Interesse am Arbeitgeber und erspart Ihren Kollegen langweilige Einführungen und Erklärungen. Sie können so viel schneller mit den Aufgaben beginnen.

Das richtige Timing

Planen Sie außerdem ausreichend Zeit ein, sowohl für die Anreise als auch für das Probearbeiten an sich. Machen Sie sich deutlich früher auf den Weg, damit Sie unter keinen Umständen zu spät kommen. Das macht nämlich einen sehr schlechten ersten Eindruck. Den müssen Sie dann erst mal wieder wettmachen und sich doppelt anstrengen, um noch überzeugen zu können.

Außerdem sollten Sie sich den Rest des Tages freihalten. Sie haben später noch einen Arzttermin oder müssen um Punkt 17 Uhr die Kinder abholen? Versuchen Sie, solche wichtigen Termine an dem Probearbeitstag unbedingt zu vermeiden. Es ist gut möglich, dass der Tag länger als geplant dauern wird und Sie Ihren anschließenden Termin nicht wahrnehmen können. Das kann Sie schnell nervös werden lassen und Ihre Konzentration senken. Außerdem kommt es bei dem Arbeitgeber überhaupt nicht gut an, wenn Sie überpünktlich Feierabend machen wollen, obwohl noch Dinge zu erledigen oder besprechen sind.

Das richtige Outfit

Kleider machen Leute. Es ist wichtig, dass Sie gepflegt zum Probearbeiten erscheinen. Nehmen Sie sich morgens ausgiebig Zeit für Ihr Styling. Wählen Sie ein Outfit, das zum Dresscode des Unternehmens passt und in dem Sie sich wohlfühlen. Mit dem richtigen Styling treten Sie gleich viel selbstbewusster auf. Ihr schickstes Kostüm ist Ihnen zu eng? Dann ziehen Sie lieber etwas anderes an. Wenn Sie sich in Ihrer Kleidung unwohl fühlen, sind Sie letztendlich mehr damit beschäftigt, unsicher an Ihrer Kleidung zu zuppeln, als sich auf Ihre Aufgabe zu konzentrieren.
Um zu überzeugen, sind neben dem korrekten Bearbeiten der zugeteilten Aufgaben die folgenden vier Dinge von Belang:

1. Interesse
2. Respekt
3. Motivation
4. Belastbarkeit

1. Interesse kundgeben

Zeigen Sie den Kollegen und dem Chef, dass Sie an der Firma und dem Job interessiert sind. Stellen Sie Fragen zu verschiedenen Bereichen und bringen Sie Ihr Fachwissen und Wissen über den Betrieb an passenden Stellen ein. Auch auf persönlicher Ebene sollten Sie Interesse an Ihren Kollegen zeigen. Seien Sie stets offen und freundlich und führen in der Pause  Small Talk.

2. Respekt zeigen

Es ist wichtig, dass Sie den Mitarbeitern und dem Chef respektvoll gegenübertreten. Seien Sie stets höflich und taktvoll. Grüßen Sie die Kollegen sowie die Praktikanten mit einem freundlichen Lächeln. Am Probearbeitstag stehen Sie ganz unten in der Hierarchie und sollten sich auch so verhalten. Auch wenn Sie glauben, dass die Kollegen keine Ahnung haben, sollten Sie ihre Anweisungen befolgen und sich nicht als Besserwisser aufspielen sowie keine Widerworte geben.

3. Motivation zeigen

Motivierte Mitarbeiter sind für ein Unternehmen ein essenzieller Faktor. Daher ist es wichtig, dass Sie sich hoch motiviert zeigen. Packen Sie überall an, wo Hilfe benötigt wird, bringen Sie sich aktiv ein und bearbeiten Ihre Aufträge ohne Gähnen und gelangweiltes Seufzen. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen, um zu demonstrieren, dass Sie lernwillig sind.

4. Belastbarkeit demonstrieren

Im Betrieb kann es oft stressig werden. Das Telefon klingelt ununterbrochen, die Akten häufen sich und/oder die Aufträge müssen bis zum Ende des Tages alle abgearbeitet werden. Ihr zukünftiger Chef möchte beim Probearbeitstag auch Ihre Belastbarkeit testen, um festzustellen, ob Sie in Stresssituationen, beispielsweise wenn ein Kollege krank ist, einen kühlen Kopf bewahren. Möglicherweise wird Ihr potenzieller Arbeitgeber Sie absichtlich mit besonders stressigen Problemen konfrontieren. Es ist wichtig, dass Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und sich den Stress nicht anmerken lassen.

Fazit

Ein Probearbeitstag ist gewiss kein Zuckerschlecken, letztendlich aber sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Bewerber viel aufschlussreicher als ein Vorstellungsgespräch. Der Arbeitgeber bekommt eine realistische Sicht auf die Fähigkeiten und die Arbeitsweise des Bewerbers und der Bewerber erhält Einblicke hinter die Unternehmenskulissen und somit wichtige Informationen über die Arbeitsbedingungen und das Betriebsklima.

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