Beruf & Karriere Frau ist gerüstet für Konkurrenz am Arbeitsplatz

Veröffentlicht am Januar 17th, 2017 | von Fabian

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Konkurrenz am Arbeitsplatz – Die Hunger Games sind eröffnet

Im Job messen wir uns ständig mit anderen, sodass eine gewisse Konkurrenz am Arbeitsplatz durchaus normal ist. Jedoch kann dies schädlich werden, sobald die einst gesunde Konkurrenz, welche sogar oftmals für die gewisse Extra-Motivation sorgt, zu Missgunst und Neid führt. „Wieso lobt der Chef den Kollegen? Was hat der andere, was ich nicht habe?“ Derartige Gedanken, das gute Verhältnis zum Chef, eine Beförderung oder womöglich ein besseres Gehalt des Kollegen, lassen unsere innere Alarmlampe rot aufblinken: KONKURRENZ! Aus ehemaligen Kollegen werden häufig intrigante Konkurrenten, die sich in Machtkämpfen gegenseitig an den Stühlen sägen und ins offene Messer laufen lassen. Erfahre, wie du den Kampf in der heutigen Ellbogengesellschaft trotzdem heil überstehst.

Konkurrenz am Arbeitsplatz – Rivalität im Büro

Hat man sich zunächst im Kampf um den Traumjob gegen seine Mitstreiter durchgesetzt, heißt es noch lange nicht, dass man sich nun entspannt zurücklehnen kann. Wo gemeinsam gearbeitet wird, herrscht auch immer Konfliktpotenzial. Der alltägliche Stress, ein unglücklicher Kommentar zur falschen Zeit oder Missverständnisse können das Arbeitsklima belasten. In vielen Fällen sind es aber Neid und Missgunst, die zu Zoff im Büro führen. Sie gehören heutzutage zum Berufsalltag und sind in jeder Branche bzw. jedem Unternehmen zu finden. Der Ursprung liegt in dem subjektiven Empfinden, im Vergleich zu den Kollegen ungerecht behandelt zu werden. Neid entsteht unter Freunden und Kollegen sogar eher, als zwischen Personen, die sich nicht so nah stehen. Konkurrenz besteht nämlich vor allem unter Gleichen. Gerade bei Unternehmen mit flachen Hierarchien, also Mitarbeitern auf der gleichen Hierarchiestufe mit denselben Zielen, ist der Konkurrenzgedanke ausgeprägter. Wenn Neid und Rivalität überhandnehmen, entwickeln sich daraus schnell Ellbogenkämpfe, Intrigen oder gar Sabotage. Beispielsweise werden wichtige Informationen nicht weitergegeben, originelle Ideen geklaut oder der Name des Konkurrenten ganz aus Versehen in der guten Präsentation weggelassen. Hier wird so manch einer kreativ, wenn es darum geht Konkurrenten auszubremsen, um sich selbst ins rechte Licht zu rücken. Klar, dass das der Arbeitsatmosphäre schadet, weil das ganze Arbeitsteam in Mitleidenschaft gezogen wird.

Hahnenkampf vs. Stutenbissigkeit

Frauen können mit Konkurrenzsituationen nur schwierig umgehenDass Männer und Frauen anders ticken, ist kein Geheimnis. Auch mit Konkurrenz am Arbeitsplatz gehen die Geschlechter oft verschieden um:
Männer sind Kämpfe und Rivalitäten von klein auf gewohnt und gehen damit offen um. Konkurrenz nehmen sie nicht persönlich. Sie sehen den Wettkampf eher sportlich und versuchen sich durch ihre Leistung zu übertrumpfen.
Anders als der Mann, ist das schöne Geschlecht mehr auf Harmonie und Solidarität getrimmt. Die baldige Deadline, die unvollständige Präsentation für den Chef oder eine schlüpfrige Andeutung des Kollegen bereitet der Frau Kopfzerbrechen. Sie kann mit Konkurrenzsituationen nur schwierig umgehen und sieht in ihnen schneller eine Bedrohung. Die größte Bedrohung lauert hierbei jedoch in den eigenen Reihen: die Frauen selbst. Sie führen Rivalitäten eher auf subtile Weise aus, indem sie sich nicht zuerst an der Leistung, sondern an der Person der Konkurrentin orientieren. Von Emotionen geleitet, entpuppen sie sich als die schlimmste Feindin. Das Ergebnis ist ein waschechter Zickenkrieg.

Positive Konkurrenz

Der Einfluss von Konkurrenz hat aber nicht nur negative Seiten. Konkurrenz impliziert Wettbewerb, welcher für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens maßgebend ist. Es ist bekannt, dass Unternehmen mit Monopolstellung weniger innovativ sind und kostspieliger produzieren als Unternehmen, die im Wettbewerb stehen. Übertragen wir das auf uns, wird schnell klar, dass wir produktiver, leistungsstärker und kreativer sind, wenn wir in einem Umfeld arbeiten, in dem es viele andere leistungsstarke Mitarbeiter gibt. Positive, das bedeutet gesunde Konkurrenz führt dazu, dass sich Mitarbeiter angespornt fühlen. Aus diesem Grund fördern immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter durch Bonuszahlungen, Prämien oder Auszeichnungen des besten Mitarbeiters. Durch den direkten Vergleich im Wettbewerb werden unsere Alleinstellungsmerkmale offenbart und das Selbstwertgefühl gesteigert. Allerdings deckt Konkurrenz neben unseren Stärken eben auch unsere Schwächen auf. Diese Schwachstellen sollten wir als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung sehen.

5 Tipps zum besseren Umgang mit Konkurrenz am Arbeitsplatz

Statt die nächsten Intrigen zu planen und am Stuhl des Kollegen zu sägen, den er deiner Meinung nach zu Unrecht besetzt, solltest du dich auf dich selbst fokussieren: Was sind meine Ziele und was muss ich dafür tun?

  1. Selbstreflexion: Um nicht in die Denkfalle zu geraten „Ich bin schlecht, die anderen sind so gut“, solltest du dich auf deine Stärken konzentrieren. Was sind deine Vorzüge gegenüber den anderen?
  2. Kritik/Feedback fordern: Setze dich auch mit deinen Schwachstellen auseinander. Wenn der Kollege die Projektleitung bekommt und nicht du, ist das meistens nicht dem Zufall geschuldet. Eine ehrliche Beurteilung ist wichtig, um nachvollziehen zu können, welche Gründe dahinterstehen.
  3. Win-win-Situationen schaffen: Es gibt nicht nur Gewinner und Verlierer. Sollte tatsächlich der Kollege die beliebte Projektleitung bekommen, springe über deinen eigenen Schatten und biete deine Hilfe an. Das zeugt von Souveränität und zeigt auch deinem Vorgesetzten deine Ambitionen.
  4. Kommunikation ist das A und O: Klappt die interne Kommunikation nicht mehr, so ist das eine einladende Grundlage für Mobbing. Aus fehlender Kommunikation resultieren sehr schnell Gerüchte, wodurch wiederum falsche Informationen in Umlauf kommen. Regelmäßige Team-Meetings, Transparenz und Wissensmanagement beugen in diesem Fall vor.
  5. Teamgeist: Lernst du deinen Konkurrenten erst einmal besser kennen, können sich überraschenderweise auch Gemeinsamkeiten herausstellen. Gemeinsame Mittagspausen oder ein Feierabendbier können ein festes Ritual bilden, das die Zusammenarbeit dauerhaft verbessert.

Fazit

Besser ist es, wenn die Boxhandschuhe nicht zu häufig zum Einsatz kommen
Also, leg die Boxhandschuhe beiseite! Machtkämpfe fressen deine Ressourcen auf und lenken dich vom Wesentlichen ab: deinen eigenen Zielen! Unterstützt euch, statt euch gegenseitig Beinchen zu stellen. Konkurrenzkämpfe sind langfristig gesehen anstrengend und kontraproduktiv. Denn der Gewinner steht im Endeffekt ganz alleine da.

 

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