Beruf & Karriere Karrierefrau – Zur Vereinbarkeit von Weiblichkeit und Führungsposition

Veröffentlicht am August 5th, 2013 | von Fabian

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Karrierefrau – Zur Vereinbarkeit von Weiblichkeit und Führungsposition

Das Frauenbild in Deutschland befindet sich seit Jahren im Wandel. Der Begriff

Frau mit Führungsposition

© ferkelraggae – Fotolia.com

Karrierefrau ist derzeit in aller Munde, wenn es um die Restrukturierung der Geschlechterverhältnisse am Arbeitsplatz geht. Doch was genau ist eine Karrierefrau und welches gesellschaftliche Ansehen genießt sie? Dieser Artikel verrät dir, warum es sich für dich als Frau lohnt, in dich selbst zu investieren, indem du deine berufliche Laufbahn und damit auch dich selbst zu deiner Priorität machst und dein volles Potential entfaltest.

Was ist eigentlich eine Karrierefrau?

Eine Karrierefrau zeichnet sich allgemein durch ihre überdurchschnittlichen fachlichen Qualifikationen und die daraus resultierende herausragende berufliche Stellung aus. Daraus folgt wiederum berufliches Ansehen und Anerkennung. Außerdem besitzen Karrierefrauen einen außergewöhnlichen Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen in dem Bereich der Erwerbstätigkeit, den Männer nur zu ungern aus den eigenen Händen zu geben scheinen.

Das traditionelle Frauenbild der 1950-er Jahre

Mitte des letzten Jahrhunderts war der Platz der Frau noch klar definiert: Frauen gehörten hinter den Herd und hatten sich als Lebensaufgabe einzig und allein der Kindererziehung und dem Hausarbeit zu widmen. Dass dieser Lebensstil auch ihren innersten Bedürfnissen entspricht, wurde als selbstverständlich vorausgesetzt. Die Männer verrichteten die Erwerbsarbeit und die Frauen die unbezahlte Hausarbeit und die Kindererziehung. Doch seit den 1970-er Jahren findet ein unaufhörlicher Wandel statt: immer mehr Frauen wollen arbeiten. Zu Beginn fanden sie meist eher in einfachen Positionen Anstellung, wie zum Beispiel als Sekretärin oder als Näherin. Doch mit der Zeit zieht es die Frauen immer weiter nach oben bis hin zu den Führungsetagen.

Von der Küche zur Karriere – Sind Karrierefrauen schlechte Mütter?

Frauen streben immer öfter nicht nur einen Job neben der Familie an, sondern qualifizieren sich auch für Führungspositionen. Zur Herausforderung wird dabei oft die Balance zwischen Familie und Job. Berufstätigen Müttern wird beispielsweise noch häufig eine Vernachlässigung ihrer Kinder vorgeworfen. Problematisch sind hierbei vor allem die mangelnde Flexibilität der Frauen durch die unzureichende Kinderbetreuung in Deutschland. Daraus folgt häufig, dass Akademikerinnen erst später als andere Frauen mit der Familienplanung und –gründung beginnen.

Um dem Abhilfe zu schaffen, müsste die Kinderbetreuung in Deutschland optimiert und ausgebaut werden und die Gesellschaft das veraltete Bild der arbeitenden Rabenmutter loslassen.

Lebensstil & Freizeit

Durch ihr gehobenes Einkommen können sich Karrierefrauen auch mehr Luxus und teurere Hobbys leisten. So gestalten sie ihre Freizeit gerne aktiv und verbringen ihre Zeit mit ihren Freunden oder ihrer Familie. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit Mode und Technik und gestalten ihr Leben autonom und individuell.

Der ewige „Kampf der Geschlechter“

Der Aufstieg zum Erfolg und zur Tätigkeit als Führungskraft ist für Frauen oftmals schwieriger, als für Männer. Es ist weitgehend bekannt, dass Chancen nach dem Geschlecht vergeben werden und Männer in der Wirtschaft eher Karriere machen als Frauen. Vorurteilen zufolge haben Frauen ein höheres Ausfallrisiko wegen möglicher Schwangerschaften und der Kinderbetreuung.

Es wird immer wieder über eine Quote für die Beschäftigung von Frauen auf bestimmten beruflichen Positionen, wie zum Beispiel im Management, diskutiert. Doch wehren sich deutsche Politiker vermehrt mit dem Argument der unzureichend qualifizierten und am Arbeitsplatz diskriminierten Quotenfrau dagegen. Dass dieses Argument haltlos ist, da im Zuge der Frauenquote nur Frauen mit gleichen Qualifikationen wie ihre männlichen Mitbewerber, berücksichtigt werden sollen und in Norwegen bereits erfolgreich eine Frauenquote eingeführt wurde, ohne die gefürchtete Diskriminierung der Quotenfrau nach sich zu ziehen, wird dabei gerne außer Acht gelassen.

Fazit – lohnt sich der Aufwand?

Trotz aller sozialer Ungleichheit hat sich in den letzten Jahrzehnten bereits viel verändert: Mädchen erhalten eine gute Schulbildung und schlagen häufig anschließend eine akademische Laufbahn ein. Wer als Frau unabhängig, erwerbstätig und vor allem auch erfolgreich sein will, stößt mittlerweile auf breite gesellschaftliche Akzeptanz und meistens auch auf Unterstützung innerhalb der eigenen Familie. Die Gleichstellung beider Geschlechter ist zwar ein langwieriger Prozess, aber einer der immer wieder Zwischenerfolge feiert. So leben wir im Jahr 2013 mit einer Frau als Regierungsoberhaupt, die sich bei der Mehrheit der wahlberechtigten Deutschen einer überdurchschnittlichen Beliebtheit erfreut.

Doch vom Schul- oder Universitätsabschluss bis hin zur großen Karriere ist es ein weiter Weg, der viel Zeit und Kraft erfordert. Doch es lohnt sich, in diesen Weg zu investieren, deshalb fange jetzt mit dem ersten Schritt an und lerne, wie du dich erfolgreich bewirbst und lege somit den Grundstein für deine Zukunft als Karrierefrau.

 

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