Beruf & Karriere Bewerbungstrends 2017

Veröffentlicht am November 24th, 2016 | von Eva

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Bewerbungstrends 2017

Das Jahr 2017 steht vor der Tür. Während der letzte Monat des alten Jahres anbricht und viele Leute Festlichkeiten wie Weihnachten oder Silvester planen, macht sich der ein oder andere schon Gedanken über seine berufliche Zukunft im neuen Jahr. Auch wir blicken Richtung Neujahr und möchten hier die Bewerbungstrends für das kommende Jahr vorstellen.

Der Inhalt der Bewerbung

Nach wie vor gilt das höchste Gebot: Individualität beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen. Das gleiche Bewerbungsanschreiben an zig Unternehmen zu schicken und einfach nur Firmenname, Adresse und Ansprechpartner auszutauschen kann jeder und dies fällt dem Personaler sofort auf! Aus diesem Grund ist von einheitlichen Bewerbungsanschreiben abzuraten. Auch typische Floskeln in der Einleitung gelten als sofortiges Ausschlusskriterium und Ihre Bewerbung landet ohne überhaupt weiter gelesen zu werden im Mülleimer. Das sollte natürlich vermieden werden. Bewerbungsmuster können sehr hilfreich sein, um eine erste Idee, eine Struktur oder eine Anregung für die eigene Bewerbung zu erhalten. Von Copy and Paste einer Vorlage ist allerdings abzuraten.

Onlinetrends, Digitalisierung, Netzwerken…

Der Bewerbungsprozess spielt sich mittlerweile nahezu komplett im Internet ab. Die Unterlagen in Papierform abzugeben, ist von vielen Unternehmen sogar ungern gesehen. Die Online-Bewerbung ist und bleibt somit der Trend. Meist wünschen Arbeitgeber PDFs mit allen Unterlagen und Zeugnissen des Bewerbers oder aber sie haben ihre eigenen internen Online-Bewerbungsmasken, die der Bewerber auszufüllen hat.

Die zunehmende Digitalisierung macht vor nichts Halt. In einem Zeitalter, in dem jeder mit gesenktem Kopf und Blick aufs Smartphone unterwegs ist, überrascht es nicht, dass sich auch der Bewerbungsprozess digitalisiert. Den früheren Bewerbungsablauf per Post kann man sich heute kaum noch vorstellen. Stattdessen baut man sich mehrere virtuelle Identitäten auf, die zur privaten oder beruflichen Vermarktung der eigenen Person dienen. Sei es also das private Facebook Profil oder das für berufliche Zwecke und Netzwerke angelegte Profil bei Xing, Linkedin und Co. Diese digitalen Netzwerke erlauben es „Freunden“ bzw. einem professionellen Umfeld einen ersten Eindruck zu verschaffen, ohne dass diese die Person hinter dem Profil tatsächlich gesehen oder kennen gelernt haben.

Wer sich online bewirbt, benötigt mittlerweile nicht mal mehr einen PC oder Laptop, denn der Prozess greift über zum mobilen Smartphone, welches den Vorteil hat eine ständige Erreichbarkeit zu garantieren. Dabei handelt es sich um das sogenannte Mobile Recruiting. Das Smartphone ist immer eingeschaltet und man erhält jegliche Benachrichtigungen sofort. Keine Chance wird verpasst, da man dauerhaft online ist und direkt reagieren kann.

Gefunden werden statt zu suchen?

Eine auffällige Veränderung weist sich auch in den Rollenverhältnissen der Bewerber und Arbeitgeber bzw. Unternehmen auf. Während Bewerber ihre Profile zur Verfügung stellen und sich suchen lassen, werden die Unternehmen im Bewerbungsprozess immer aktiver und suchen über Online Portale und Apps den idealen neuen Mitarbeiter. Der Begriff des Active Sourcing beschreibt einen Prozess, bei dem das Unternehmen, wie der Name bereits ahnen lässt, aktiv nach potenziellen Mitarbeitern sucht und daraufhin versucht, diese an sich zu binden. Entwickelt sich dieser Trend weiter, könnte es soweit kommen, dass die klassische Bewerbung irgendwann überflüssig wird. Arbeitgeber würden sich dann in Zukunft ihr Team selbst aktiv zusammenstellen ohne auf das Ausschreiben von Stellen oder das Sichten und Beurteilen von Bewerbungsunterlagen angewiesen zu sein.

Mit Blick in die Zukunft und in Richtung moderner Bewerbungstrends geht kein Weg vorbei an Robot Recruiting. Darunter versteht man Computer, die Algorithmen anwenden, um die Passgenauigkeit zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitern zu berechnen. Es wird also mithilfe einer Software und festgelegten Kriterien analysiert, ob die Qualifikationen eines Bewerbers zum Unternehmen passen. Ein Computer wertet die Angaben natürlich frei von Vorurteilen oder Ungerechtigkeiten aus – ein entscheidender Vorteil dieses modernen Trends. Es bleibt abzuwarten, ob er sich durchsetzen wird. Letztendlich wird die finale Entscheidung trotzdem noch von einem Menschen getroffen.

Recruiting und Entertainment soll dem Bewerbungsverfahren unter dem Begriff des Recruitainment eine ganz neue Note verleihen. Das Aufeinandertreffen von Arbeitgebern und Bewerbern soll beinahe spielerisch ablaufen und somit den Druck verringern. So läuft beispielsweise das Online Assessement Center über eine Art Computerspiel ab.

Auffällig ist, dass der allgemeine Trend sich in die Richtung dreht, dass Unternehmen nicht mehr nur passiv sind und sich von Bewerbungen berieseln lassen, sondern selbst Einfluss nehmen. Sie werden aktiver, weil ihnen bewusst ist, dass ein qualifizierter Mitarbeiter ein wertvolles aber rares Gut ist.

Was bedeutet das für die Individualität?

Stellt sich nun aber die Frage ob bei all dem Copy and Paste im Internet überhaupt noch Platz für Individualität übrig ist oder ob diese völlig auf der Strecke bleibt? Wie bereits erwähnt, ist von einheitlichen Bewerbungsvorlagen abzuraten. Ob online oder nicht, nach wie vor gilt, dass jedes Bewerbungsschreiben speziell und eigens erstellt werden sollte. Ein individuelles, cleveres und durchdachtes Anschreiben, welches Qualifikationen und Stellenausschreibung verknüpft, führt nämlich letztendlich zur Einladung zum Vorstellungsgespräch.

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