Schweiz - Frankreich - Italien Bewerben im Ausland – so klappt der Berufseinstieg #1 - Bewerbungsmuster kostenlos downloaden

Bewerbungstipps Frau hält Weltkugel/Globus

Veröffentlicht am August 11th, 2014 | von Fabian

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Bewerben im Ausland – so klappt der Berufseinstieg #1

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Bewerbung im Ausland

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Im Zuge der Globalisierung wird die internationale Ausrichtung der Bewerber immer wichtiger. Bei der Bewerbung für einen Job im Ausland sollten jedoch landesspezifische Besonderheiten beachtet werden. Zum Beispiel sind in manchen Ländern Bewerbungsfotos tabu, in wieder anderen ist es unüblich, Anlagen mitzuschicken. Diese Feinheiten scheinen unbedeutend, können im Einzelfall aber entscheidend für Erfolg und Misserfolg sein.

Im Nachfolgenden werden wir auf die Besonderheiten bezüglich der Bewerbungsunterlagen ausgewählter europäischer Länder näher eingehen.

Schweiz

 

Wir beginnen mit der Schweiz, die uns im Bewerbungsverfahren sehr ähnlich ist. Eine Besonderheit ist hier, dass sehr viele Jobs nur über Referenzen und persönliche Kontakte vergeben werden. Vollständige Bewerbungsunterlagen bestehen wie in Deutschland aus Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf und den angehängten Zeugnissen.

Das Anschreiben sollte zurückhaltend formuliert werden und eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten.

Der Lebenslauf sollte maximal zwei Seiten umfassen und in der Regel antichronologisch aufgebaut sein. Ein Datum und eine handschriftliche Unterschrift sind Pflicht. Ein Bewerbungsfoto kann mitgeschickt werden, sollte in dem Fall jedoch ebenfalls mit Datum und Namen versehen werden.

Da es drei Amtssprachen in der Schweiz gibt (deutsch, französisch und italienisch), sollte darauf geachtet werden, die Bewerbung in der Sprache der Stellenausschreibung zu verfassen. Im Falle einer Initiativbewerbung empfiehlt es sich, sich vorher beim Arbeitgeber zu erkundigen, welche Sprache im Unternehmen vorherrscht.

Frankreich

 

Bei den Franzosen werden bei Bewerbungen lediglich Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf verschickt. Zeugnisse und Bescheinigungen werden erst zum Vorstellungsgespräch mitgebracht.

Lange Zeit war es in Frankreich üblich, das Anschreiben handschriftlich zu verfassen, da auf die Kalligrafie großen Wert gelegt wurde. Mittlerweile haben sich jedoch computergefertigte Schreiben weitestgehend durchgesetzt. Trotzdem empfiehlt es sich, sich vorher genauestens zu informieren, was vom Unternehmen bevorzugt wird. Weiterhin ist es ratsam, auf eine sehr höfliche Ausdrucksweise und zurückhaltende Formulierungen zu achten.

Der Lebenslauf sollte bei einer Bewerbung in Frankreich antichronologisch aufgebaut sein. Zudem darf er eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten. Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei der Bewerbung auf eine Führungsposition, wird ein längere Vita toleriert. Der Fokus liegt eindeutig auf den Berufserfahrungen, da diese besonders wichtig für den Entscheidungsprozess sind. Eine Unterschrift sowie das Datum sind nicht üblich. Ein Bewerbungsfoto kann mitgeschickt werden, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Selten werden Bewerbungsunterlagen vom Arbeitgeber zurückgeschickt, daher genügt ein einfacher Versand im Briefumschlag, ohne Hülle oder Mappe.

Italien

 

In Italien werden die Zeugnisse gleichermaßen erst zum Vorstellungsgespräch mitgebracht und nicht direkt in die Bewerbung gelegt.

Es ist angebracht, das Anschreiben so kurz wie möglich zu halten. Knappe und präzise Formulierungen sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Ein konkreter Ansprechpartner ist in Italien das A und O, da persönlicher Kontakt und Referenzen eine hohe Bedeutung haben.

Der Lebenslauf bildet den wichtigsten Bestandteil der Bewerbung. Aus diesem Grund sollten die beruflichen Erfahrungen auf einem zusätzlichen Blatt aufgeführt werden. Hobbys sollten nur aufgeführt werden, wenn sie eine Bedeutung für die Stelle haben. Zudem sind die Sprachkenntnisse sehr wichtig. Ein Foto ist kein Muss, kann aber mitgeschickt werden.

Spanien

 

In Spanien besteht eine komplette Bewerbung aus Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Zeugnisse sollten nur auf Nachfragen nachgesendet und natürlich zum Vorstellungsgespräch mitgebracht werden.

Bezüglich des Anschreibens gilt, wie in Italien: „In der Kürze liegt die Würze“. Ein persönlicher Ansprechpartner ist enorm wichtig und Referenzen bieten ebenfalls einen großen Vorteil. Eine Besonderheit liegt darin, dass die Absenderadresse am Ende zwischen Grußformel und der Unterschrift steht.

Der Lebenslauf darf nicht länger als 2 Seiten sein. Die persönlichen Daten werden zudem sehr ausführlich gehalten, mit Personalausweisnummer/Passnummer, Ehestand und Angaben zu eigenen Kindern. Überdies sollten Berufsziele genannt werden. Im Gegensatz zum Bewerbungsfoto, welches freiwillig beigelegt werden kann, sind Datum und Unterschrift obligatorisch.
Anstelle einer tabellarischen Vita kann in Spanien genauso eine ausformulierte Fassung des beruflichen Werdeganges eingereicht werden. Diese ist objektiver und fokussiert die professionelle Berufserfahrung.

Großbritannien

 

Bewerbungsschreiben und Lebenslauf machen hier eine Bewerbung schon komplett. Zeugnisse werden ebenfalls erst zu einem möglichen Vorstellungssgespräch mitgebracht.

Beim Bewerbungsanschreiben ist das Nennen einer konkreten Ansprechperson sehr wichtig. Eine Länge von maximal zwei DIN-A4-Seiten sollte nicht überschritten werden. Eine Besonderheit liegt hier zudem in der Formatierung. Der Betreff wird, anders als in Deutschland, zwischen Anrede und Einleitungssatz eingefügt. Eine Unterschrift darf nicht vergessen werden.

Der Lebenslauf sollte ebenfalls höchstens zwei Seiten umfassen und endet weder mit Datum noch mit Unterschrift. In der Regel ist er antichronologisch aufgebaut. Wichtig: Geben Sie immer Ihre Abschlussnoten mit an. Überdies sind Hobbys, vor allem aber sportliche Aktivitäten, enorm wichtig. Eine Besonderheit liegt in der Angabe von Referenzen, die mit Name und Kontaktdaten angegeben werden und über die das Unternehmen Informationen über Sie einholen kann. Ferner ist es möglich, Referenzen auf Wunsch nachzureichen. Jedoch sollten Sie auf eine Nachfrage schon eine Liste vorbereitet haben. Auf keinen Fall sollte Ihr CV Angaben zur Religion oder ein Foto enthalten, da englische Unternehmen sonst ganz schnell mit dem Antidiskriminierungsgesetz in Konflikt kommen.

Weiterhin ist es unüblich die Unterlagen in einer Mappe zu versenden. Ein Hefter reicht vollkommen aus. Beachten Sie zudem, dass Bewerbungen nur sehr selten zurückgesandt werden.

Allgemein sollte der Bewerber darauf achten, die Unterlagen immer in der Landessprache zu verfassen, um direkt einen guten Eindruck zu vermitteln. Englische Bewerbungen werden nur vereinzelt akzeptiert. Zudem kann so direkt die sprachliche Kompetenz bewiesen werden.

Wenn das Land, in dem Sie sich bewerben möchten, nun noch nicht dabei war, dann warten Sie unsere folgenden Artikel zur Serie ab:

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