Beruf & Karriere freunde, kollegen, frollegen, Bewerbungsmuster - Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau

Veröffentlicht am Dezember 22nd, 2016 | von Fabian

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Wenn Arbeitskollegen zu Freunden werden

Freunde, Arbeitskollegen oder Frollegen?

Am Arbeitsplatz können sich relativ schnell aus Bürobekanntschaften Freundschaften entwickeln. Man arbeitet schon eine ganze Weile zusammen, sitzt im gleichen Büro, sieht sich tagtäglich und verbringt auch fast jede Mittagspause gemeinsam. Dabei lernt man sich kennen und erfährt nicht nur Berufliches, sondern auch Privates über den Arbeitskollegen bzw. die -kollegin. Neben dem regelmäßigen Aufeinandertreffen im Arbeitsalltag trifft man sich vielleicht ab und zu auch noch privat, um die Gesprächsthemen mit Arbeitskontext rund um Chef und Kollegen auf private Gegenstände auszuweiten.

Ehe man sich versieht, wünscht einem am Schreibtisch gegenüber also ein guter Freund jeden Morgen einen guten Start und jeden Nachmittag einen schönen Feierabend. Welche Vor- und Nachteile haben Freundschaften am Arbeitsplatz? Fördern Frollegen (Freunde+Kollegen) ein positives Betriebsklima oder verschwimmt Privates und Berufliches so sehr, dass die Qualität der Arbeit darunter leidet?

Contra Frollegen

Was spricht dagegen, sich mit dem lieben Kollegen/der lieben Kollegin anzufreunden? Er oder sie hat immer ein offenes Ohr für Ihre Probleme, ist hilfsbereit und Sie teilen unheimlich viele Gemeinsamkeiten mit ihm/ihr.
Vorsicht ist dann geboten, wenn Neid, starke Konkurrenz oder Fehler ins Spiel kommen und diese eventuell zu einem Vertrauensbruch des freundschaftlichen oder professionellen Verhältnisses führen. Ist einer der beiden Frollegen beispielsweise erfolgreicher und wird womöglich sogar befördert, so kann dies die Freundschaft gefährden.

Eine weitere Schwierigkeit, welche die Freundschaft auf die Probe stellt, kann auftreten, wenn die anderen Arbeitskollegen die Freundschaft mitbekommen. Der Umgang am Arbeitsplatz soll professionell bleiben und die Arbeitnehmer sollten nicht zu viel Zeit damit verbringen, Kaffeepausen zu machen oder sich bei einer Begegnung auf dem Flur zu verquatschen. Kompliziert wird es auch, wenn private Informationen die Runde in der Belegschaft machen. Fängt die Gerüchteküche an zu brodeln, kann die Qualität der Arbeit beider Frollegen unter Geläster und erfundenen Storys leiden. Man muss aufpassen, dass eine Vermischung von Privatem und Beruflichem nicht dem eigenen und dem Ruf des Freundes bzw. Arbeitskollegen schadet. Außerdem können sich andere Kollegen von einer intensiven Freundschaft zwischen zwei Frollegen ausgeschlossen und vor den Kopf gestoßen fühlen. Die beiden Frollegen fixieren sich aufeinander und sollte einer der beiden irgendwann das Unternehmen verlassen, steht einer auf einmal alleine da.

Pro Frollegen

Eine Freundschaft zwischen zwei oder mehreren Arbeitskollegen kann die allgemeine Stimmung im Büro deutlich verbessern und somit auch die Arbeitsfreude und Motivation steigern. Die Freunde können voneinander lernen und sich gegenseitig Tipps und Ratschläge geben, wenn es im Büroalltag Schwierigkeiten gibt. So lässt sich auch die ein oder andere Urlaubsvertretung problemlos regeln, denn guten Freunden hilft man gerne aus.

Frollegen können sich also sowohl untereinander beraten, als auch gegenseitige Arbeit überprüfen und positive und konstruktive Kritik ausüben, die von einem Freund ganz anders aufgenommen und wertgeschätzt wird als von dem Vorgesetzten oder Chef. Freunde bestärken und ermutigen sich untereinander neue, kreative Ideen, die man sich zunächst nicht traut dem Chef zu präsentieren, auszuarbeiten. Dahinter könnte letztendlich ein neues Spitzenkonzept stehen, von dem der Chef ohne das Vertrauen und die Unterstützung der Freunde untereinander, nie erfahren hätte.

Außerdem führen gute Beziehungen der Kollegen untereinander zu einem positiven Betriebsklima und dazu, dass man sich im Büro wohlfühlt und jeden Tag gerne erscheint. Dieser „Wohlfühleffekt“ schlägt sich zudem in positivem Sinne auf die Leistung, Motivation und Arbeitsmoral aus. Aus diesem Grund sollen in vielen Unternehmen durch Betriebsausflüge oder -feiern die Verhältnisse der Arbeitnehmer untereinander sowie zu den Vorgesetzten und Chefs gestärkt und gefestigt werden.

Frollegen oder doch lieber nur Kollegen?

Die Arbeitsatmosphäre macht nicht nur die Arbeitnehmer, sondern letztendlich auch den Arbeitgeber glücklich, weil seine Angestellten in einem angenehmen Arbeitsklima leistungsfähiger und produktiver arbeiten. Die Arbeitskollegen, denen man im Büroalltag begegnet, kann man sich nicht aussuchen und da man mit ihnen die meiste Zeit eines jeden Tages verbringt, ist es umso angenehmer, wenn man eine gute Beziehung zu einem oder mehreren Kollegen pflegt. Arbeitskollegen, die freundschaftlich miteinander umgehen, können voneinander profitieren. Problematisch wird es erst dann, wenn die Hierarchien sich unterscheiden und Neid entsteht.

Grundsätzlich ist aber relativ eindeutig, dass Freundschaften unter Arbeitskollegen und am Arbeitsplatz mehr Vor- als Nachteile mit sich bringen. Für ein Unternehmen sind gute Beziehung und eine positive Stimmung im Kollegium förderlich. Die Arbeitsmoral wird durch ein positives Betriebsklima gestärkt. Unterm Strich sind demnach auch die Ergebnisse, die die Arbeitnehmer liefern von höherer Qualität. Wenn Arbeitskollegen zu Freunden werden, ist dies also alles in allem ein positiver Nebeneffekt des alltäglichen Arbeitslebens.

 

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