Beruf & Karriere Business Woman sitzt am Schreibtisch - Frauen und Karriere 2 - benachteiligt oder selbst schuld?

Veröffentlicht am April 7th, 2014 | von Fabian

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Frauen und Karriere 2 – benachteiligt oder selbst schuld?

Zwei Frauen sitzen neben einem Mann am Rechner

© Minerva Studio – Fotolia.com

Dass es Frauen bei Ihrer Karriere oft nicht einfach haben, wurde bereits in einem vorhergegangen Artikel aufgezeigt. Dabei wurde hauptsächlich auf die äußeren Umstände eingegangen, deren Beeinflussung den Frauen nicht oder kaum möglich ist.

Doch vielleicht sind es auch nicht nur die äußeren Umstände, die die Statistiken so schlecht für die Damen aussehen lassen. Tragen sie eine Mitschuld?
Diese Frage lässt sich natürlich niemals allgemeingültig beantworten.
Doch es gibt einige Beobachtungen, die auf viele Frauen zuzutreffen scheinen.

So nehmen Frauen es z.B. zu genau, wenn sie eine Stellenanzeige durchlesen. Zu genau? Geht das überhaupt? Ja. Während Männer das Stellenangebot tendenziell einfach nur überfliegen, lesen Frauen diese länger und ordentlicher durch. Dabei lassen sie sich oft davon irritieren, wenn die Berufsbezeichnung nur männlich ausgeschrieben ist. Nicht selten bewerben sie letztendlich vorsichtshalber gar nicht. Doch ohne Bewerbung kommt keine große Karriere ins Rollen. Denn wer sich nicht bewirbt, hat letztendlich auch weniger Auswahl an Stellen und somit eine schlechtere Ausgangsposition bei Verhandlungen jeglicher Art.

Ein weiterer Punkt, mit dem sich Frauen oft schaden, ist Bescheidenheit. Das klingt erstmal gar nicht so schlecht und ist auch sicherlich eine gute Eigenschaft, doch im Bewerbungsprozess kann sich das durchaus nachteilig auswirken. In einer an der der Columbia Business School durchgeführten Studie zeigte sich, dass Männer ihre eigene Leistung tendenziell stark überschätzen, während bei Frauen oft das Gegenteil der Fall ist.
Wer den Wert seiner Arbeit nicht kennt, präsentiert sich nicht nur zu unsicher, sondern fordert einfach zu wenig Lohn. Die Statistik zur Lohndiskriminierung passt zu den Ergebnissen der Universitätsstudie.

Business bedeutet vor allem, wenn es um die hohen Positionen geht, auch Competition – Wettbewerb. Doch gerade diesen scheuen Frauen tendenziell mehr als Männer auch bereits im Kindesalter, z.B. beim Sport.

Wer Karriere machen und viel Geld verdienen will, der muss meist ein schwieriges Studium absolvieren. Doch bei besonders Erfolg versprechenden Fächern, wie z.B. Natur- oder Ingenieurwissenschaften, sind Frauen nur in sehr geringer Anzahl vorhanden. Da gerade in diesen Bereichen besonders überdurchschnittliche Einkommen erzielt werden, ist es also nicht verwunderlich, dass die geringe Präsenz der Frauen hier dazu führt, dass die Damen bundesweit insgesamt niedrigere Durchschnittslöhne aufweisen.

Doch letzterer Sachverhalt ist auch durch andere Dinge begründet. Es ist bekannt, dass Frauen auch für dieselbe Arbeit teilweise weniger Geld bekommen als Männer. Natürlich ist dieser Zustand nicht tragbar, keine Frage. Doch zu seiner Verbesserung trägt die ebenfalls in einer Studie belegte Einstellung der Frauen, sich mit weniger Geld schneller zufrieden zu geben, überhaupt nicht bei. Daher ist den Frauen zu raten: Fordert einfach mehr!

Gleiches gilt auch für das Fordern von Beförderungen: Männer sind hier wesentlich offensiver. Dies ist auch erforderlich, wenn man eine Führungskraft sein möchte. Also noch einmal: Fordert!

So lässt sich insgesamt zusammenfassen: Frauen sind bei der Karriere oft klar benachteiligt. Für einige Dinge können sie absolut nichts. Doch es gibt auch Punkte, die die Frauen selbst verbessern können, um ihre Karrierechancen zu erhöhen.

 

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